Wer schließt den Media-Markt?

SchnaeppchenjagdNachdem der „weltgrößte Media-Markt“ in dem potthässlichen Alexa Einkaufszentrum am Berliner Alexanderplatz schon kurz nach seiner mitternächtlichen Eröffnung (Werbung: „Die größte Öffnung seit dem Fall der Mauer“) vorzeitig geschlossen werden musste, entbrennt bei Indymedia die Diskussion darüber, ob die hedonistische Internationale mit ihrem konsumkritischen Protest zum Ende der Schnäppchenjagd beitragen konnte. Mit Parolen wie „Wir wollen nur – friedlich investieren“ oder „Leute lasst das kaufen sein, wir laden euch zum Plündern ein!“ und elektronischer Musik boten die Konsumkritiker eine Alternative zum Einkaufswahn. Die Polizei und bürgerliche Medien machen jedenfalls die Ellenbogenmentalität der Sparfüchse für das jähe Ende der Neueröffnung verantwortlich. Wenigstens ist die Protestaktion in der konservativen „Welt“ erwähnt – und die stellt in ihrer unverwechselbaren Art durchaus einen Zusammenhang zwischen Konsumkritik und Chaos im Verbrauchermarkt her: „Vor der Haustür schreien rund 100 Autonome ihren Hass auf die Konsumwut heraus, viele Kunden sind fassungslos. ‚Das ist doch lebensgefährlich!‘, sagt ein junger Kunde, der rückwärts die Rolltreppe heruntergestoßen wird.“

Nachtrag (13.9.) : Mittlerweile gibt es auch einen ausführlichen Indymedia-Bericht

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