Archive for the ‘Street-art’ Category

Innere SicherheitIn Innsbruck gibt es seit kurzem eine vom Freiraum Kollektiv erstellte Selbstschutzzone. Die Zone ist eine Reaktion auf die – laut ORFim Kampf gegen die berüchtigte Marokkaner-Szene“ – von der Polizei ausgerufenen, kameraüberwachten „Schutzzonen“ . In Zeiten, in denen innere Sicherheit nicht mehr nur eine staatliche Aufgabe ist, erhöht die in der Sillparkunterführung eingerichtete Zone das subjektive Sicherheitsgefühl. Die Selbstschutzzone funktioniert nach der Methode: „Selbst Beobachten, selbst Kontrollieren, selbst Schützen – sicher fühlen“. Da wird jede Überwachungskamera überflüssig. Auch toll: es gibt sogar ein Making of.

via rebel-art

Schick in StrickDie Friedensbewegung der 1980er Jahre wußte die Aktionsformen der Studentenbewegung zu variieren. Nach Sit-In, Teach-In und Love-In kam im Umfeld der Blockaden von US-Militärbasen das Strick-In dazu (von Puke-In und co. ist vielleicht an anderer Stelle mal die Rede). Auch heute feiert das Polit-Stricken fröhliche Urständ – weniger in Deutschland, aber verstärkt in der angloamerikanischen Bewegung gegen den Krieg im Irak und gegen die G8. Während dem Strick-In hierzulande ein wenig das Geschmäckle des Grünen-Parteitags anhängt, haben Stricklieseln weltweit alte Handarbeitstraditionen entdeckt, um ihre Botschaften zu vermitteln. Street-Art-KünstlerInnen z.B. stricken öffentliches Mobiliar ein, Anti-Sweatshop-AktivistInnen duplizieren Logos in Strick und PazifistInnen verpassen Kriegsgerät eine wärmende rosa Hülle. Aber auch Nichtregierungsorganisationen rufen zum Strick-Aktivismus auf. So ließ die End Water Poverty Coalition einen Fluß stricken, um auf den Mangel an sauberem Trinkwasser hinzuweisen.