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platt.jpg Vier Öko-AktivistInnen sprechen heute in der taz über ihre Motivation, rechtschaffenden Bürgern die Luft aus ihren Luxusautos abzulassen. Nach Recherchen der Zeitung sind in den letzten Monaten über 200 Fälle mutwillig entlüfteter PKWs polizeibekannt geworden. Eine Plattmacherin sagt im Interview: „Wir machen nichts kaputt, wir setzen ein Symbol: Stopp, so geht es nicht! Das Plätten ist eine Handlung, an der weder Autobesitzer, Hersteller noch Lobbyisten vorbeikommen. […] Das Fahren dieser Autos sehe ich als symptomatisch für eine Gesellschaft, in der noch einiges schiefläuft – zum Beispiel Besitztümer sehr ungleich verteilt sind. Und dies wird auch noch auf Kosten aller ausgelebt.“ Damit reiht sich das dégonfler in eine Reihe von Aktionen ein, mit denen auf die Auswirkungen des PS-strotzenden Individualverkehrs aufmerksam gemacht wird (ja, auch Greenpeace hatte dazu Aktionen). Während das Inbrandsetzen von Autos zweifelsfrei strafbewehrt ist, bleibt umstritten, ob das Ablassen von Luft überhaupt als Straftat (Sachbeschädigung oder gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr) einzuschätzen ist. Mit dieser Frage beschäftigt sich schon heute die nächste Generation von Juristen.

Nachtrag (27.6.2008): Geplattet wird immer noch – im Moment aus Protest gegen die Umstrukturierung von Friedrichshain.

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