Posts Tagged ‘Imageverschmutzung’

Die Aufmerksamkeit der Medien zur Fussball-Weltmeisterschaft und anderen sportlichen Großereignissen ist einfach zu groß, als dass man diese Chance ungenutzt verstreichen lassen könnte. So haben Aktivist_innen zu WM-Zeiten immer wieder Kampagnen gegen Sponsoren, Profiteure und Chauvinisten gestartet. Zur letzten WM 2006 in der Bundesrepublik gab es

  • die Abpfiff-Kampagne des deutschen Frauenrates gegen Zwangsprostitution,
  • die Fairp(l)ay-Kampagne der Kampagne für Saubere Kleidung für bessere Arbeitsbedingungen in der Sportartikel-Industrie (dieses Jahr wieder aufgelegt),
  • die Kick it!-Tour durch Berlin, während der das rassistische EU-Grenzregime, die zunehmende Überwachung, die tödliche Politik von Coca-Cola in Kolumbien, Männlichkeitswahn und Homophobie thematisiert wurden.

Heute, während der Fußball-WM in Südafrika fordert Khulumani, die Vereinigung von Opfern des Apartheidregime Entschädigungszahlungen vom Hauptsponsor Daimler. Der deutsche Konzern hatte Unimogs an Südafrika geliefert, mit denen die Repression der Freiheitsbewegung aufrecht erhalten wurde. In der Bundesrepublik wird die Kampagne unterstützt – unter anderem mit einem ungewöhnlichen Flashmob, bei dem Daimler-Repräsentanzen zum Abschuss freigegeben wurden.

Darüber hinaus fordert „Kick for one World“ die Beteiligung der lokalen Bevölkerung an dem ökonomischen Potential der WM und die Möglichkeit, die Spiele zu verfolgen; Unicef und die ILO fordern die „Rote Karte gegen Kinderarbeit“ und die globale Bildungskampagne „1 goal – Bildung für alle!„. Zu den Aktivitäten in Südafrika lohnt auch ein Blick in den Hintergrund von FelS.

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Can’t digest DeutschlandDie Aktionsform des puke-in hat vor allem in den Protesten gegen McDonalds Tradition (gibt’s aber auch in der Friedensbewegung). Im Juni 2006 haben Studierende der Universität der Künste in Berlin gezeigt, dass auch patriotische Imagekampagnen zum Kotzen sind. Als ihre Alma Mater im Rahmen der Sinnlos-Kampagne „Deutschland Land der Ideen“ zu einem „ausgewählten Ort“ werden sollte, kommentierten Sie die offizielle Zeremonie mit einer Kotz-Aktion, bei der sie ihren in den Landesfarben eingefärbten Mageninhalt auf die Fliesen der Uni ausbrachten.