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Unheil für DeutscheBei den bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen darf die NPD nach den letzten Hochrechnungen auf fünf bis sechs Prozent der Wählerstimmen hoffen. Die Vorstellung bereitete der Ver.di-Jugend Unbehagen und veranlaßte sie, die in Dresden zahlreich vorhandenen Wahlplakate der Nazi-Partei zu verfremden. Nach dem Eingriff der GewerkschafterInnen lasen die Hauptstadtsachsen veränderte Wahlbotschaften – etwa statt „Wir sind das Volk“

Wir sind die Volksverhetzer,

statt „Arbeit für Deutsche“

Unheil für Deutsche

und statt „Höchststrafe für Kinderschänder“

Höchststrafe für Inderschänder.

Dieser zivile elektorale Ungehorsam reiht sich ein in die Sammlung von NPD-Wahlplakaten durch die Berliner Antifa, deren öffentliche Entfernung durch SAV-Mitglieder in Rostock (in Verbindung mit einer Strafanzeige wegen Volksverhetzung) oder die Zerstörung von NPD-Plakaten allerorten, z.B. in Nordwestmecklenburg.

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Heiraten gegen NazisDer Protest gegen den Nazi-Laden „East-Coast-Corner“ in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt in Rostock nimmt neue Formen an. Nach Demonstrationen, Flash-Mobs und militanten Aktionen (zuletzt am Samstag), gab es am Samstag ein Wed-In. Nicht ganz: wed-in würde bedeuten, dass sich ein Paar am Ort des Protestes trauen läßt. Die Liebenden aus Rostock führten ihre Hochzeitsgesellschaft aber nach der kirchlichen Trauung zu dem Laden, um auf Plakaten Ihre Ablehnung zu zeigen. Gäste aus aller Welt wiesen mit Plakaten auf ihre Herkunft hin. Das Ehepaar erklärte: „Wir freuen uns über unsere Gäste aus der ganzen Welt. Wenn sich Rechtsextremismus hier weiter ausbreiten kann, werden garantiert weniger von ihnen, aber auch weniger Touristen kommen. Das bereitet uns Sorgen und muss verhindert werden.“